Diese Publikation wird finanziell unterstützt vom
Institut für Gesprächsforschung

275 Seiten
Erscheinungstermin 6/2002
ISBN 3-936656-03-7

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Über das Buch

Die Untersuchung hat zum Ziel, Menschen im Gespräch zu beschreiben. Es geht darum, herauszufinden, was sie im Gespräch „sind“ und vor allem, wie sie werden, was sie sind. In linguistisch- gesprächsanalytischer Vorgehensweise wird dabei das verbale Handeln des einzelnen und das seiner Gesprächspartner in bezug auf ihn analysiert und - ethnomethodologisch gewendet - werden die Methoden untersucht, mit denen die Gesprächspartner sozialen Sinn hervorbringen, hervorbringen auch in bezug auf Interaktionsgestalten einzelner - Interaktionsprofile eben. Die empirische Analyse der Herausbildung individueller Handlungstypik in Gesprächen verfolgt auf systematische Weise, wie das Handeln einzelner Struktur und - im und durch den Prozeß der Interaktion - eigendynamische Stabilität gewinnt und welche Faktoren dafür entscheidend sind. 

In weiterer interaktionstheoretischer Perspektive berühren diese Gegenstandsbeschreibungen Fragen der Identität und Individualität. Die Untersuchung stellt damit auch den Versuch dar, auf empirischem Wege die Lücke zwischen allgemeinen Beschreibungen und Postulaten zur Konstitution des Individuums in den Werken von Mead, Goffman oder Strauss u.a. und den konkreten Analysen zu sozialen Stilen, Kategorien und Identitäten oder dem Konzept der Selbstdarstellung aufzufüllen.

Über den Autor

Thomas Spranz-Fogasy, Dr. phil. habil., ist Privatdozent an der Universität Mannheim und Mitarbeiter am Institut für deutsche Sprache in Mannheim.

Arbeitsschwerpunkte: Linguistische Gesprächsanalyse (theorie- und praxisbezogen), linguistische Argumentationsforschung, Rhetorik, Führungskommunikation.

Aktuelle Tätigkeit: Projekt "Kommunikatives Handeln gesellschaftlicher Führungskräfte"

Publikationen (Auszug): ‘widersprechen’ - Zu Form und Funktion eines Aktivitätstyps in Schlichtungsgesprächen. Tübingen 1986; be-deuten. Wie Bedeutung im Gespräch entsteht (hrsg. mit Arnulf Deppermann). Tübingen (ersch.).
Anschrift: Institut für deutsche Sprache, Postfach 10 16 21, 68016 Mannheim.  Zur Homepage

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© Verlag für Gesprächsforschung, Dr.Martin Hartung, 29.7.2005

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