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Die ethnomethodologische Konversationsanalyse ist für ihren strikten Empiriebezug weithin bekannt. Dass dieser Empiriebezug auf einer bestimmten Theorie über den zu untersuchenden Gegenstand Gespräch aufruht, wird hingegen oft übersehen. „Gespräch als System“ setzt an dieser Stelle an, um zu zeigen, wie man einen solchen Gegenstand ausgehend von den Prämissen und Implikationen klassischer konversationsanalytischer Untersuchungen im Sinne eines selbstreferentiellen Systems bestimmen kann. Dazu werden interaktionssoziologische Vorschläge aufgenommen und weiterentwickelt, wie sie vor allem von Goffman und Luhmann unterbreitet worden sind. Sprache kommt dabei als ein Medium interaktiver Selbstfestlegung in den Blick, auf die linguistisch beschreibbare Regel- und Gesetzmäßigkeiten bezogen werden müssen. Diese These wird am Beispiel einer Fallstudie zu einer Interaktionsepisode aus der Klinikseelsorge auf exemplarische Weise einzulösen versucht. |
Über den Autor Heiko Hausendorf, geb. 1959, Professor für Germanistische Linguistik an der Universität Bayreuth. Weitere Hinweise zur Person und zu Arbeitsschwerpunkten und Veröffentlichungen finden Sie hier: Homepage |
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© Verlag für Gesprächsforschung,
Dr.Martin Hartung, 29.7.2005